StartseiteWissenswertes Ab 2013 befristete Führerscheine

Ab 2013 befristete Führerscheine

Österreichs Autofahrer sind zurzeit sehr verunsichert: Die Verkehrsämter werden regelrecht gestürmt, um noch vor dem Jahreswechsel einen neuen Führerschein zu beantragen. Dabei würde der Großteil der Lenkerberechtigungen nach wie vor den gültigen Kriterien entsprechend – der Austausch ist also eine Fleißaufgabe. Der sofortige Umtausch wäre nur dann notwendig, wenn der Autolenker auf dem Foto nicht mehr erkennbar ist, die Daten nicht mehr eindeutig lesbar sind oder der Führerschein stark beschädigt wurde.

Der Hintergrund für diese Menschenschlangen liegt in einer EU-Richtlinie, die den Scheckkartenführerschein normieren soll. Neben neuem Design und Hightechsicherheitsmerkmalen ist dieser ab 19. Jänner 2013 auf zehn bis fünfzehn Jahre befristet. Der EU geht es hauptsächlich um die Vereinheitlichung, da es derzeit im europäischen Raum 110 verschiedene Führerscheinmuster gibt. Ganz wichtig in diesem Zusammenhang: Es ist für die Verlängerung nach Ablauf dieser Frist nicht notwendig, sich einer Gesundenuntersuchung zu unterziehen. Das hat Verkehrsministerin Doris Buris eindeutig und mehrfach bestätigt.

Die Gültigkeit der alten, rosafarbenen Führerscheine endet übrigens am 19. Jänner 2033.

Die neuen Führerscheine haben die Größe einer Scheckkarte und bieten folgende Vorteile: Das Ausweisfoto ist aktueller, als dies derzeit zumeist der Fall ist. Dadurch und durch den regelmäßigen Austausch sollen Fälschungen vermieden und die Arbeit der Behörden erleichtert werden.

Zusätzlich dazu ist der neue Führerschein mit Sicherheitsmerkmalen versehen und bezüglich des Designs EU-weit einheitlich. Die Gültigkeitsdauer für österreichische Führerscheine wurde auf 15 Jahre festgelegt, den maximal zulässigen Zeitraum. Obwohl die EU empfohlen hat, die Verlängerung vom gesundheitlichen Zustand der jeweiligen Person abhängig zu machen, hat sich Österreich gegen diese Variante entschieden. Unabhängig von Alter, Geschlecht oder Vorerkrankungen erfolgt in keinem Fall eine amtsärztliche Untersuchung. Es muss also niemand die Befürchtung hegen, den neuen Führerschein nicht mehr zu erhalten. Den Behörden bleibt aber – wie auch schon jetzt – die Möglichkeit der amtswegigen Überprüfung im Anlassfall unbenommen. Verkehrsministerin Bures geht allerdings davon aus, dass sich die Autolenker freiwillig einer Gesundenuntersuchung unterziehen und im Fall, dass die Fahrtauglichkeit nicht mehr gegeben sein sollte, von selbst die Konsequenzen ziehen. Es gibt übrigens keine einzige Studie, die bekräftigen würde, dass ältere Fahrer risikoreicher oder unsicherer unterwegs wären. Selbst in Staaten, in denen eine verpflichtende Untersuchung vorgesehen ist, sind die Unfallstatistiken nicht besser als in Österreich. Das höchste Unfallrisiko haben nach wie vor junge und männliche Lenker, wie in den letzten Wochen bei mehreren tragischen Unfällen leider wieder einmal unter Beweis gestellt wurde.

veröffentlicht am 16.10.2012

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